Allan Gap

Werke:

Der Buchhändler

Neun/Vierzehn – Essenz

Solist im Schatten

Heroe’s

GAP sagte unverwandt: »hätte der liebe Gott mich gefragt, so wäre ich Ire geworden!«

Er dachte dabei wohl an whiskeygeschwängerte Philosophenkongresse in einer verräucherten Spelunke in den Niederungen des Shannon. Einem Ort, wo Elfen Blumenblüten bunt malen und Kobolde unangenehme Wahrheiten volltönend aussprechen. Sommersprossige rothaarige Mädchen steppen lautstark, den im Land, üblichen Tanz. Sie verhindern somit jede sinnvolle Aufzeichnung einer belanglosen Unterhaltung.

Ironischerweise warf der vorab Gott Genannte GAP’s Geburtskapsel nach Mitteldeutschland. Es geschah zu Hochzeiten des kalten Krieges. Eine eisgraue Betonmauer teilte in jener Zeit Europa mitten in dessen Herz. Überall an, sowie in ihr, war sendefähiges Metall verborgen. Kurz: Jeder wusste über jeden bescheid. Sie nannten es nicht Überwachung. Der Staat war einfach eine einzige große Familie.

GAP wuchs in einem siebenköpfigen Haushalt auf. Sein Erbe väterlicherseits: Preußischer Stolz und Glorie paarten sich mit rastlosem Gehorsam. Mütterlicherseits erfuhr er sächsischen Glanz und dessen Gelassenheit. So lehrte ihn das Leben, die Zerrissenheit zweier unvereinbarer Kulturen, schon von Kindesbeinen an.

GAP’s Vater gab ihm den Namen Alan Ball. Er sah ihn in der Tradition anerkannter Fußballstrategen durch die östliche Hemisphäre, einer vergehenden Welt reisen. AllAN selbst verband den Namen mit seiner Fähigkeit, immer noch ein Platz für eine Leckerei in seinem zunehmend dickeren Bauch zu finden. Er erkannte in sich sehr früh eine veritable Unsportlichkeit. Sein permanenter Drang zur Lücke zeitigte für ihn dennoch genug Erfolg. Das, verbunden mit der Tatsache, gern zu essen, machte ihn zu einem künstlerischen Lebemann. Es brachte ihm seinen heutigen Namen GAP ein. Nach der Neuordnung seiner Welt zog es ihn in sie hinaus.

Als er zur Jahrtausendwende in Irland weilte, spürte er zum ersten Mal Frieden in sich. In den Bergen von Wicklow vergrub er sich in einem Berg von Papier. Dort fixierte er die Idee zu seinem ersten Buch. Es dauerte jedoch weitere zehn Jahre, bis er es endlich schrieb.

Es eröffnete mit »Der Buchhändler« die »NEUNER REIHE« oder »NINE SERIES«.

Diese Serie mündete in ihrem ersten Höhepunkt, als er mit »(NEUN/ElF)/ION SCHAR – Solist im Schatten« veröffentlichte. Es handelte sich dabei um einen etwas anderen Spionagethriller.

Im Anschluss verloren sich seine Spuren. Bis die Gewalt von Krieg und Terror ihn, wie seine Statements, zurück in die reale Welt riefen.